Ein erstes Gastspiel in Glarus

Die Glarner Gassen sind bei meinen Besuch mehr durch Autos als Menschen geprägt. Das Zentrum wirkte verschlafen und mir wurde der Landsgemeindeplatz als Aufrittsort empfohlen. Beim Glarner Stübli, das aktuell einen neuen Pächter sucht, baute ich Gitarre und Notenständer auf und trällierte meine Lieder. 

Dort, wo die Glarner Stimmbürger für den Glarner Batzen votieren sollten, herrschte Ruhe. Nur sporadische Döner-Abholern sind gekommen, und ich konnte dort meine Postkarten verteilen. Die Suche nach Publikum führte mich weiter zum Bahnhof – zuerst in den Park, später auf den Vorplatz des Migrolino. Hier fand ich, was ich suchte: Gespräche und ein paar Passanten als Publikum. Im Hotel Glarus sowie bei einem Imbiss konnten weitere Karten platziert werden.

Die Bilanz wohlwollend, aber nachdenklich.  Glarus ist „ein schöner Ort“, wünsche, dass sich die Menschen dort mehr begegnen sollten. Wichtig ist für mich der Ratschlag gewesen, mit der Nationalbank zu reden. Die Titel vieler Lieder drängen ein solches Gespräch auf. Und auch eine Ermunterung auf der Aktionärsversammlung zu reden, die Glarner brauchen Innovation.

Gespielte Lieder:

ESAF 2025 in Mollis – Inspiration?

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) ist weit mehr als ein Sportanlass. Es ist ein Fest der Begegnung, der Kultur und des Zusammenhalts. Dass die Glarner dieses Grossereignis nach Mollis holen konnten, verdient höchsten Respekt. Ein vergleichsweise kleines Tal, das sich einer solch gigantischen Aufgabe stellt – das zeigt Mut, Organisationstalent und Heimatliebe.

Gerade in diesem Zusammenhang eröffnet sich eine spannende Idee: eine lokale Währung. Ein „Glarner Batzen“ zum Beispiel könnte als Zahlungsmittel für Festwirtschaft, Marktstände und Souvenirs dienen. Er wäre auch ein sichtbares Symbol für regionale Identität, nachhaltiges Wirtschaften und Gemeinschaftssinn.

Solche Innovationen passen perfekt ins Bild: Die Glarner sind bekannt dafür, Tradition mit neuen Ideen zu verbinden. Das ESAF ist somit nicht nur ein Fest des Schwingens, sondern könnte auch ein Labor für kreative Impulse sein. Eine lokale Währung wäre ein Zeichen dafür, dass man Grosses nicht nur organisiert, sondern auch gestaltet – mit Weitsicht und Originalität.

Batzen.net möchte diesen Gedanken als Inspiration in die Region tragen:
Wenn die Glarner ein ESAF stemmen können, dann können sie auch mutige Schritte in Richtung regionaler Innovation gehen. Der „Batzen“ steht sinnbildlich dafür – klein im Wert, gross in der Wirkung.