Mission vom Batzen

Geld scheint immer das Problem zu sein. Eine schöne alte Volksweise „ein Heller und Batzen, die waren beide mein, der Heller ward zu Brot, der Batzen zu Wein“

Als Liedermacher thematisiere ich den Reichtum, die Sucht nach Geld. 

Wenn ich als Reisejournalist unterwegs bin, muss ich mangels Einnahmen sparsam sein. Und die Touristik zeigt sich wenig grosszügig, obwohl die sogenannten Grenzkosten tief sind.

Ich mache mir Gedanken zu alternativen Währungen. Kryptogeld ist in aller Munde, unabhängig zu sein, von Zentralbanken. Doch es ist ein Spekulationsobjekt und der Sinn damit die Blockchain zu gestalten scheint obsolet. 

Es gibt WIR eine Währung für Unternehmen in der Schweiz, sogar mit den eigenen Währungskürzel CHW. Doch was bringt es? Oft sind die Preise überhöht und das System wenig offen. Auf meiner Webseite zu politischen Anliegen beschreibe ich die Gedanken hierzu, z.B

Und schliesslich muss an verschiedenen Orten getestet werden. Es gibt schon viele Ansätze, ich will diese hier veröffentlichen. Und eben auch im Glarnerland den Batzen einführen. Immer wieder werde ich auf der Aktionärsversammlung mein Anliegen vortragen. 

Im Oktober 2025 will ich einige Male nach Glarus reisen, mit den Leuten sprechen und genau dafür ist die Webseite gedacht. Ein Befinden schaffen für eine Lokalwährung und sich mit der Geldwirtschaft auseinandersetzen.

Hier ein Presseartikel

Die Nationalbank lehnt Gespräche mit mir ab, ich habe folgendes Statement erhalten:

Lokale Währungen gelten nicht als gesetzliche Zahlungsmittel und es besteht für sie keine Annahmepflicht. Vielmehr basieren sie in der Regel auf privatrechtlichen Vereinbarungen. Das Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel (WZG; SR 941.10 – Bundesgesetz vom 22. Dezember 1999 über die Währung und die Zahlungsmittel (WZG) | Fedlex) definiert den Schweizer Franken als gesetzliche Währung der Schweiz. Gesetzliche Zahlungsmittel sind Banknoten, Münzen und Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Gemäss Art. 4 WZG gibt der Bund Münzen aus. Die Nationalbank ihrerseits hat das ausschliessliche Recht zur Ausgabe der schweizerischen Banknoten (siehe Art. 4 Nationalbankgesetz SR 951.11 – Bundesgesetz vom 3. Oktober 2003 über die Schweizerische Nationalbank (Nationalbankgesetz, NBG) | Fedlex).

Sie fragen, ob die Ausgabe von lokalen Währungen den Kantonen helfen könnte, ihre Ausgaben zu finanzieren. Die Antwort ist ein klares Nein. Diese lokalen Währungen wären kein gesetzliches Zahlungsmittel und müssten von niemandem angenommen werden. Der Kanton könnte weder seine Angestellten noch andere Leistungserbringer in lokaler Währung bezahlen. Davon abgesehen zeigt die Geschichte, dass die Finanzierung staatlicher Ausgaben durch die Emission von Geld stets zu hoher Inflation, wirtschaftlicher Destabilisierung und zur Verarmung breiter Bevölkerungsschichten geführt hat. Somit ist die Finanzierung von Staatsausgaben «durch die Notenpresse» keine gute Idee, selbst wenn es sich nicht um die Emission einer lokalen Währung, sondern um die des offiziellen Zahlungsmittels handelt. Aus diesem Grund ist auch die Kreditgewährung der Nationalbank an den Bund verboten (siehe Art. 11 Abs. 2 Nationalbankgesetz).

Idee vom Glarner Batzen

Der Glarner Batzen ist auf die Bevölkerung vom Glarus und deren Betriebe ausgerichtet. Jeder Glarnen kann pro Jahr für CHF 1000,- den Glarner Batzen beziehen, welchen er mit einem Abschlag von 10% erwerben kann.

Die Glarner Betriebe sollten den Mut haben, den Glarner Batzen als Zahlungsmittel zu akzeptieren und ihn wieder in den Umlauf bringen. Das bedeutet ihre Besorgungen im Tal bei anderen Betrieben zu machen und als auch als Lohn auszuzahlen. Die Teilnahme ist freiwillig. 

Nach zwei Jahren verfällt der Batzen. Bis dahin kann er jederzeit für 80% des Wertes wieder zurückgegeben werden. Es entsteht also die Motivation den Batzen immer im Umlauf zu halten. 

Technisch gelöst wird der Batzen mit einer Wallet und NFC Terminals. In die Wallet kommen entweder Glarner Batzen dazu oder werden abgebucht. Mit der technischen Umsetzung beschäftige ich mich auf meiner PWA Plattform

Was bringt der Glarner Batzen der Kantonalbank

Der Vorteil ist klar, zusätzliche Geldschöpfung und das lokale Gewerbe werden gestärkt, alle Glarner haben erstmals 10% Geldschöpfungsgewinn, wenn sie den Glarner Batzen erwerben und ihn einlösen. 

Wer dies nicht tut, oder zum Verfalldatum nicht einlösen kann, hat einen Verlust von 10%. Damit ist klar, je mehr der Glarner Batzen zirkuliert, umso mehr profitiert das Tal. 

Vom mathematischen Gedanken gibt es für die Glarner Kantonalbank keinen Verlust, im Gegenteil, für die nicht zurückgegebenen Glarner Batzen entsteht ein hoher Buchungsgewinn.  

Zu den Zahlen:

Annahme: 

10’000 Glarner kaufen für CHF 1000,- den Batzen, damit sind für 10’000’0000 Franken Glarner Batzen im Umlauf.

Damit wird es für Geschäfte, Behörden, Vereine attraktiv den Glarner Batzen anzunehmen. Bei einer Umlaufgeschwindigkeit von 5 können Waren und Dienstleistungen Wert von CHF 50’0000’0000 Millionen konsumiert werden. 

Bei der Rückgabe haben die Bürger scheinbar CHF 1’000’000,- verloren, doch gleichzeitig wurden CHF 5’000’000,- mehr eingenommen. Das bedeutet im Durchschnitt einen ROI von CHF 400,-

Selbstverständlich braucht es die Software und die Geräte. Die Software sollte als Opensource programmiert werden und wenn möglich als WebApp. Die Lesegeräte brauchen lediglich ein NFC Chip, der ca. CHF 0,10 kostet und Aufsteller lassen sich sehr günstig produzieren. Die Werbung rentiert durch die weltweite Aufmerksamkeit. 

Wer betreibt die Webseite zum Batzen

Das Projekt wird von der GfIE, einem Verein mit Sitz in Zürch betrieben und ist gemeinfrei. Es steht im Zusammenhang mit dem Nachbarschaftsprojekt i54.ch und der WebApp Initiative pwa.vision

Mit der Fokussierung auf den Glarus möchten wir das Thema Lokalwährung gesellschaftsfähig machen und lokale Initiativen unterstützen.

GfIE

verantwortlich:
Stephan Zurfluh
Postfach 189
CH-8021 Zürich

Stephan Zurfluh ist Organisator der WordPress Meeting in der Region Baden und hilft jeden bei Webseiten für dessen Projekt kostenlos.
wpbaden.ch