Thesen zum stillen Geld

Das Recherche-Theaterstück «stilles geld» legt den Finger treffsicher in eine der empfindlichsten Stellen der Schweizer Gesellschaft: Das Phänomen, dass über Vermögen nicht gesprochen wird. In Zürich stehen rund 104’000 Sozialhilfeempfangende etwa 90’000 Millionärinnen und Millionären gegenüber.

Anstatt trockene Zahlen zu rezitieren, verarbeitet das Stück authentische Interviews und persönliche Erfahrungsberichte über Erbe, Schulden, Vermögensweitergabe und die damit einhergehende Scham oder Verantwortung. Die Stärke der Inszenierung liegt im Aufbrechen der Verschwiegenheit: Geld wird nicht als abstraktes Finanzprodukt verhandelt, sondern in seinen sozialen Auswirkungen auf Beziehungen, Lebenschancen und Demokratie betrachtet.

Geld darf nicht schweigen, es muss in Bewegung gesetzt werden

Über Geld spricht man nicht – in der Schweiz gilt das doppelt. Doch was passiert, wenn Kapital lautlos gehortet wird, anstatt im Alltag zu zirkulieren? Das Theaterstück «stilles geld» verhandelte in Zürich eindrücklich die Kultur des Schweigens rund um Vermögen und Reichtum. Für uns bei batzen.net liefert die Inszenierung eine Steilvorlage: Denn Regionalwährungen tun genau das Gegenteil – sie bringen «stilles Geld» in Bewegung.

Folgende Thesen

1. Wenn Geld verharrt, verarmt das Umfeld


Das Stück zeigt die gewaltige Kluft: Auf der einen Seite steht geparktes, vererbtes oder in Stiftungen gebundenes Vermögen, das der Öffentlichkeit entzogen bleibt. Auf der anderen Seite gerät die lokale Wirtschaft zunehmend unter Druck. Schweizer «stilles Geld» tendiert dazu, in Finanzmärkte oder Immobilien zu fliessen, anstatt im Kiosk um die Ecke, bei der Bäckerei oder beim Handwerksbetrieb im Tal zu landen.

2. Der Gegenentwurf: Das flüssige Geld der Region

Eine Lokalwährung wie der Batzen bricht mit dieser Logik. Wo klassisches Geld hortbar ist und sich auf den Konten weniger anhäuft, ist ein Batzen ein echtes Umlaufmittel. Durch Mechanismen wie eine Umlaufsicherung (oder den bewussten regionalen Verwendungszweck) wird Geld belohnt, wenn es fliessfähig bleibt. Es soll nicht «still» liegen, sondern als lebendiger Wirtschaftskreislauf von Hand zu Hand wandern.

3. Transparenz und Gemeinschaft statt Anonymität

«Stilles Geld» erzeugt Machtstrukturen, die sich der demokratischen Debatte entziehen. Eine Regionalwährung hingegen schafft Transparenz: Jede Einheit Batzen, die im Kanton oder in der Gemeinde ausgegeben wird, bleibt direkt sichtbar im eigenen Wertschöpfungskreislauf. Sie schützt das lokale Gewerbe und baut soziale Hürden ab, indem der Wert dort generiert wird, wo die Menschen leben.

Fazit

Wir brauchen keine Währung, die auf Bankkonten schweigt und spekuliert. Wir brauchen ein Zahlungsmittel, das Geschichten erzählt, Arbeit fair belohnt und die Gemeinschaft stärkt. Machen wir aus «stillem Geld» wieder ein lebendiges, regionales Geld – für eine Wirtschaft, die allen dient.

Nur, es interessiert die Verantwortlichen keinen Deut, Politik, Glarner KB und Nationalbank schweigt. 

Lokalwährung statt Gutschein-Dschungel

Warum Kantone auf Lokalwährungen setzen sollten

Das Prinzip von Gutscheinen, vor allem für den Tourismus klingt verlockend: Die lokale Wirtschaft stärken und Mehrwerte in der Region halten. Doch die Realität vor Ort – wie jüngst bei Akquiseversuchen im Aargau spürbar – zeigt enorme Schwächen. Hier mein Leitblatt, welches ich den Betrieben zeigte.

Während der Schweizer Marktführer e-guma (Idea Creation GmbH) die technische Infrastruktur für viele Einzellösungen stellt, scheitert die praktische Umsetzung oft an Zersplitterung und Vorurteilen im Handel. 

Als Reisejournalist beschäftige ich mich viel mit Gutscheinen, ich habe dafür sogar ein Portal geschaffen.

Hintergrund: Gutschein-Flickwerk vs. Lokalwährung

Die e-guma-Realität: Obwohl der Kanton Aargau die Systemkosten für e-guma übernimmt und den Betrieben 100 % des Betrags erstattet, bleibt die Akzeptanz gering. 

Händler fürchten bürokratischen Aufwand oder versteckte Kostenfallen. Parallel existieren z.B. im Aargau parallele Systeme (Erlebnisgutscheine, Gastronomie wie «Aargau isch fein» oder öV-Lösungen des AVA. Dort hat überall der Kanton Aargau die Mehrheit.

Werden Einlösestellen nur per PDF ausgegeben, führt das schnell zu Frust – wie in Zofingen, wo gelistete Betriebe wie Intersport Sportivo gar nicht mehr existierten und das Angebot dürftig ist. 

Auf Dein Deal werden Gutscheine beworben oft mit einem Preisvorteil von 50%. Viele Hotels und Restaurant investieren gutes Geld und werden in der Werbung von Dein Deal ausgespielt. Zudem gibt es viele Plattformen, wo Gutscheine veröffentlicht werden können.

Der Ansatz der Lokalwährung

Eine moderne Lokalwährung setzt auf einheitliche, dynamische Netzwerke statt starrer Kategorien. Akzeptanzstellen werden in Echtzeit gepflegt. Zudem bieten Lokalwährungen direkte Anreize für Konsumenten (z. B. Cashbacks oder Vergünstigungen), wodurch das Geld aktiv in der Region zirkuliert, anstatt als uninteressanter Gutschein in einer Schublade zu landen.

Die Chance für batzen.net und die Glarner Kantonalbank

Statt veralteter Gutscheinstrukturen braucht die regionale Wirtschaft digitale, einfache und attraktive Zahlungsmittel. Genau hier liegt das Potenzial für batzen.net.

Der Batzen ist im Kern ein Gutscheinsystem, kann aber als moderne Lokalwährung innovativ neu gedacht werden. Mit einem starken Partner wie der Glarner Kantonalbank (GLKB), die bereits mehrfach ihren Mut für digitale FinTech-Projekte bewiesen hat, lässt sich eine echte Erfolgsstory schreiben. So entsteht ein System, von dem Händler durch Nullaufwand und Konsumenten durch echte Mehrwerte profitieren.

Das große Mysterium vom Geld


Warum haben es eigentlich immer die anderen? Und wer versteht wirklich was davon? Eine Spurensuche!

Was ist eigentlich Geld? Jeder hat es in der Tasche (oder heute in einer App, die so tut als ob), jeder will es, und doch weiß niemand so recht, was es eigentlich ist. Wenn man Wissenschaftler fragt, landen wir schneller im Begriffs-Dschungel aus M1, M2 und M3 als man „Dispo“ sagen kann. 

Die Geldmenge ist ein Phantom: Überall wird sie anders berechnet, und das meiste davon existiert ohnehin nur als digitale Geistererscheinung – das Giralgeld. Die Zentralbanken hüllen sich derweil in Schweigen, der Bürger erfährt nichts, und die Politik weiss oft nicht einmal, welche Fragen sie stellen sollte.

Die magische Geldvermehrung

Wussten Sie, dass Banken moderne Alchemisten sind? Sie brauchen keinen Stein der Weisen, sondern nur eine Tastatur. Ein Sparguthaben von 100 Euro wird als Kredit vergeben, und schwupps – durch ständiges Weiterverleihen werden daraus 900 Euro. Nur die Mindestreserve verhindert, dass das Spiel komplett ins Unendliche eskaliert. Das ist wie bei einer Party, bei der man aus einer einzigen Flasche Wein zehn Gläser füllt und am Ende alle Gäste felsenfest behaupten, sie hätten jeweils eine ganze Flasche getrunken.

Von Silberflotten zu Sternenstaub

Früher war alles einfacher: Gold. Man konnte es sehen, es glänzte, und man konnte darauf beißen (nicht empfohlen). Aber der Wert war auch damals schon reine Einbildung – ein Metall ist nur so viel wert, wie der nächste Verrückte bereit ist, dafür zu zahlen.

Schon früh setzten die Athener auf Silber und begründeten so ihren Reichtum – nur um ihn prompt in Kriegsschiffe gegen Sparta zu investieren. Denn Hand aufs Herz: Der Hauptgrund für die Erfindung von grossem Geld war schon immer die Finanzierung von Kriegen. Kaiser verschuldeten sich, während der Reichtum weniger Familien Jahrhunderte überdauerte. Sie waren so schlau das flüchtige Geld rechtzeitig in Grund und Boden zu tauschen. Geld hat nämlich ein eingebautes Problem: Es verliert irgendwann immer das Vertrauen.

Die Moderne: Krypto-Mining und Finanz-Casino

Heute verballern wir Unmengen an Energie, um digitale Rätsel zu lösen („Mining“), damit wir mit Kryptowährungen zahlen können. Hurra, wir brauchen keine Zentralbank mehr! Nur gibt es mittlerweile mehr Kryptowährungen als Sand in der Wüste. Durch die extreme Zockerei ist der Wert so stabil wie ein Kartenhaus im Föhnwind. 

Während wir auf den Bitcoin schwören, hoffen wir eigentlich nur, dass wir reich werden, bevor der Quantencomputer kommt und die ganze Herrlichkeit in Nullen auflöst. Die schöne Idee einer einfachen, sicheren Verrechnung via Blockchain? Geopfert auf dem Altar der Spekulation.

Und dann sind da noch die „strukturierten Produkte“: Derivate, Optionen, Puts – Begriffe, die so kompliziert klingen, dass man gar nicht merkt, wie Hedgefonds darin Vermögen vernichten. Es ist ein Casino, in dem die Bank immer gewinnt. Und falls sie doch mal verliert? Kein Problem, neues Geld ist ja nur einen Tastendruck entfernt.

Der Banker versus der Müllmann

Man sagt, Geld honoriere Leistung. Träumen Sie weiter. Während der Banker im klimatisierten Büro mit Markterwartungen jongliert, räumt der Müllmann den realen Dreck weg. Am Ende landen bei Lotterien oder Versicherungen nur Bruchteile der Einsätze wieder dort, wo sie herkam. Wohin der Rest fliesst? Wahrscheinlich in dasselbe schwarze Loch, in dem auch meine Socken nach dem Waschen verschwinden.

Die Krise als Dauerzustand

Haben wir eine Benzinkrise? Oder eine Geldkrise? Die Preise steigen, die Erwartungen werden geschürt, und das Geld fliesst verlässlich in die Staatskassen und zu den Ölkonzernen. „Das muss so sein“, flüstert die Wirtschaft. Immerhin gibt es Pragmatiker: Wer immer für exakt 50 Euro tankt, dem kann die Inflation egal sein – zumindest solange, bis der Tankwart das Auto nur noch mit der Pipette befüllt.

Wir könnten Güter ohne Ende produzieren, aber vielen fehlt schlicht das Geld, sie zu kaufen. Stattdessen nutzen wir das Arbeitsamt als Mahnung an den Rest: „Seid fleissig, sonst droht der Abstieg!“ Ein bedingungsloses Grundeinkommen zur Selbstbestimmung? „Nicht finanzierbar“, rufen jene, die die Geldflüsse kontrollieren.

Der Kreislauf des Wassers (und des Geldes)

Man müsste die Geldflüsse mal verfolgen. Es ist wie beim Wasser: Irgendwo sammelt es sich immer an – meistens in den tiefen Taschen der Reichsten. Dort bleibt es liegen. Eigentlich bräuchten wir ein System, in dem das Geld „verdampft“ und als sozialer Regen wieder gleichmäßig auf alle herabrieselt. Physikalisch wäre das logisch. Und siehe da: Heute regnet es tatsächlich wieder. Nur sind es leider keine Batzen.

Und was ist jetzt mit dem Batzen?

Nun sitze ich hier und schreibe für den Glarner Batzen, einer Lokalwährung. Und die bittere Wahrheit ist: Ich weiss auch nicht, was Geld im Kern eigentlich ist. Vielleicht ist es wie mit der Liebe: Man kann sie nicht erklären, sie sorgt für jede Menge Unheil, aber ohne sie ist das Leben verdammt leer. 

Der Glarner Batzen hat jedoch einen entscheidenden Vorteil: Er ist hier, er ist real und er bleibt in der Region. Er finanziert keine fernen Kriege und verschwindet nicht in anonymen Hedgefonds. Und das ist im Vergleich zu den Luftschlössern der Hochfinanz doch schon mal eine ganze Menge wert.

Ein erstes Gastspiel in Glarus

Die Glarner Gassen sind bei meinen Besuch mehr durch Autos als Menschen geprägt. Das Zentrum wirkte verschlafen und mir wurde der Landsgemeindeplatz als Aufrittsort empfohlen. Beim Glarner Stübli, das aktuell einen neuen Pächter sucht, baute ich Gitarre und Notenständer auf und trällierte meine Lieder. 

Dort, wo die Glarner Stimmbürger für den Glarner Batzen votieren sollten, herrschte Ruhe. Nur sporadische Döner-Abholern sind gekommen, und ich konnte dort meine Postkarten verteilen. Die Suche nach Publikum führte mich weiter zum Bahnhof – zuerst in den Park, später auf den Vorplatz des Migrolino. Hier fand ich, was ich suchte: Gespräche und ein paar Passanten als Publikum. Im Hotel Glarus sowie bei einem Imbiss konnten weitere Karten platziert werden.

Die Bilanz wohlwollend, aber nachdenklich.  Glarus ist „ein schöner Ort“, wünsche, dass sich die Menschen dort mehr begegnen sollten. Wichtig ist für mich der Ratschlag gewesen, mit der Nationalbank zu reden. Die Titel vieler Lieder drängen ein solches Gespräch auf. Und auch eine Ermunterung auf der Aktionärsversammlung zu reden, die Glarner brauchen Innovation.

Gespielte Lieder:

ESAF 2025 in Mollis – Inspiration?

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) ist weit mehr als ein Sportanlass. Es ist ein Fest der Begegnung, der Kultur und des Zusammenhalts. Dass die Glarner dieses Grossereignis nach Mollis holen konnten, verdient höchsten Respekt. Ein vergleichsweise kleines Tal, das sich einer solch gigantischen Aufgabe stellt – das zeigt Mut, Organisationstalent und Heimatliebe.

Gerade in diesem Zusammenhang eröffnet sich eine spannende Idee: eine lokale Währung. Ein „Glarner Batzen“ zum Beispiel könnte als Zahlungsmittel für Festwirtschaft, Marktstände und Souvenirs dienen. Er wäre auch ein sichtbares Symbol für regionale Identität, nachhaltiges Wirtschaften und Gemeinschaftssinn.

Solche Innovationen passen perfekt ins Bild: Die Glarner sind bekannt dafür, Tradition mit neuen Ideen zu verbinden. Das ESAF ist somit nicht nur ein Fest des Schwingens, sondern könnte auch ein Labor für kreative Impulse sein. Eine lokale Währung wäre ein Zeichen dafür, dass man Grosses nicht nur organisiert, sondern auch gestaltet – mit Weitsicht und Originalität.

Batzen.net möchte diesen Gedanken als Inspiration in die Region tragen:
Wenn die Glarner ein ESAF stemmen können, dann können sie auch mutige Schritte in Richtung regionaler Innovation gehen. Der „Batzen“ steht sinnbildlich dafür – klein im Wert, gross in der Wirkung.

Die Chiemgauer Erfolgsgeschichte

Chiemgauer – Überblick

  • Region: Chiemgau, Bayern (Rosenheim, Traunstein, Prien)
  • Start: 2003 als Schülerprojekt an der Waldorfschule Prien
  • Form: Papier- und elektronische Währung
  • Wechselkurs: 1 Chiemgauer = 1 Euro
  • Umlaufsicherung: 6 % pro Jahr (Wertminderung, um Umlauf zu fördern)
  • Akzeptanzstellen: rund 440 Betriebe und Vereine
  • Umsatz: ca. 6 Mio EUR pro Jahr
  • Rücktausch: möglich, 5 % Gebühr
  • Gemeinnutz: 3 % des Wechselbetrags gehen an regionale Vereine

Erfahrungen

  • Positiv:
    • Bindet Kaufkraft in der Region und fördert kleine Betriebe
    • Spürbarer Zusatznutzen für Vereine durch Rücktauschspenden
    • Hohe regionale Identifikation, mediale Aufmerksamkeit
  • Herausforderungen:
    • Hoher organisatorischer Aufwand (Coupons, Abrechnung, Umlaufsicherung)
    • Für Verbraucher oft zusätzlicher Umtauschschritt → geringere Spontanverwendung
    • Digitalisierung nötig, um attraktiv zu bleiben (seit 2011 gibt’s E-Chiemgauer)

Links


Ja, gerne

Schauen wir uns an, warum der Chiemgauer überlebt hat, während viele andere Lokalwährungen wieder verschwunden sind – und was man daraus lernen kann.


1. Erfolgsfaktoren des Chiemgauer

FaktorBeschreibungWirkung
Klares Ziel„Region stärken + Vereine unterstützen“ – einfach zu verstehen.Hohe Identifikation, leichte Kommunikation.
Schülerprojekt mit MedienaufmerksamkeitStart an Waldorfschule Prien, viele Medienberichte zum „Geld der Schüler“.Bekanntheit von Beginn an.
Dichtes HändlernetzÜber 400 Akzeptanzstellen im überschaubaren Gebiet.Hohe Nutzbarkeit im Alltag.
Spendenmechanismus3 % Umtauschbetrag fließen an Vereine nach Wahl des Kunden.Vereine werben aktiv neue Nutzer.
Umlaufsicherung6 % p.a. Wertverlust bei Nichtnutzung – animiert zum schnellen Ausgeben.Ständige Zirkulation des Geldes.
Digitale VarianteSeit 2011 als E-Chiemgauer verfügbar.Weniger Hürde im Alltag, modernisiert das Konzept.

2. Warum viele andere Lokalwährungen scheitern

ProblemAuswirkung
Zu kleines HändlernetzNutzer finden zu wenig Gelegenheiten, das Geld auszugeben.
Zu komplexes KonzeptUmlaufsicherung, Tauschgebühren oder komplizierte Regeln schrecken ab.
Fehlende kontinuierliche ÖffentlichkeitsarbeitInteresse erlischt nach der Startphase.
Keine Anreize für HändlerOhne Vorteil gegenüber Euro-Kundschaft akzeptieren Händler ungern Zusatzaufwand.
Keine digitale UmsetzungPapiergeld wirkt altmodisch, gerade bei jungen Zielgruppen.

3. Was man für ein eigenes Konzept übernehmen könnte

  1. Klare Botschaft – wenige, starke Argumente: „Geld bleibt in der Region“ und „Vereine profitieren“.
  2. Partnerschaften – von Beginn an Vereine, Schulen, Händler und Medien einbinden.
  3. Einfachheit – Wechselkurs 1:1 zum Euro, keine komplizierten Rechenwege.
  4. Belohnungssystem – z. B. Rabatt, Treuepunkte oder Spendenanteil.
  5. Digitaler Start – gleich mit App oder Weblösung beginnen, Papier nur optional.
  6. Regionale Events – z. B. Märkte, bei denen nur die Lokalwährung gilt, um Sichtbarkeit zu schaffen.
  7. Netzwerk-Effekt – Händler werben Kunden, Kunden werben Händler, Vereine werben beide.

Das Beispiel vom Chiemgauer ist aufbauend, der Glarner Batzen etwas radikaler, ich habe mir die 10% überlegt, dass es spürbar ist. Häufig sind Lokalwährung nur Gutscheine, die wenig zu einem Geldkreislauf beitragen.