Geschichte vom Glarner Batzen

Wir müssen Wirtschaft neu denken, es braucht den Kapitalismus, es braucht die Freiheit der Menschen. Was bringt ein übermächtige Staat, eine skrupellose gierige Elite, die Olikratie, welche wir haben.

Mein Ansatz vom Nanokapitalismus überfordert mich. Ich habe ein Lied geschrieben, verschiedene Professoren kontaktiert, doch keine Rückmeldung erhalten. Das Konzept sieht vor, die Wertschöpfung für alle Leistungsträger in kleinen Beträgen auszuschütten und damit den Reichtum zu beschränken. Viele Oligarchen haben nur dank ihrer Mitarbeiter, den Beziehungen und den Rahmenbedingungen sowie etwas Glück Milliardenvermögen anhäufen können. Und viele Milliardäre haben einfach geerbt. 

Ich bin aktives Mitglied bei WIR gewesen, die Genossenschafter konnten mit meinen Ideen nichts anfangen und ich wurde von der Kantonalsektion Zürich offiziell ausgeschlossen und ignoriert. Was wird weiter mit WIR?

Schliesslich hörte ich vom Leu, einer Lokalwährung in Zürich und bin bisher noch nie zur Geldschöpfung angetreten, doch deren Ideen will ich ebenso in meinem Konzept einarbeiten.

So gibt es nun den Glarner Batzen. Die Idee stellte ich schon zweimal bei der Aktionärsversammlung der Glarner Kantonalbank vor und werde dafür ausgebuht. Der Verwaltungsratspräsident will keine Demokratie, er beschränkt die Redezeit, obwohl es kaum Redner gibt. 

Die Performance der Glarner Kantonalbank ist schlecht. Der Aktienkurs befindet sich seit 5 Jahren auf Talfahrt von CHF 29,- auf CHF 20,- und hält den Wert nur aufgrund der hohen Dividendenrendite. Andere Kantonalbanken konnten ihren Aktienkurs um 20% steigern, d.h. die Glarner verlieren Geld.

Warum das so ist, kann der Verwaltungsrat nicht erklären. Mit Business as usual, ohne Innovation oder Änderung bei Geschäftsprozessen, wird der Unternehmenswert nicht gesteigert. 

Ein Gespräch mit einer Mitarbeiterin führte zu keinen Ergebnis:

Der Glarner Batzen – eine Idee ohne Resonanz?

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) gilt als solider Arbeitgeber mit enger Bindung an den Kanton und seine Menschen. Doch während andere Kantonalbanken an der Börse zulegen, zeigt die Kursentwicklung der GLKB nach unten. Ideen wie der Glarner Batzen, eine lokale Währung zur Stärkung der regionalen Wirtschaft, scheinen dabei kaum Beachtung zu finden.

Auf meine Nachfrage, weshalb das Thema an den letzten Generalversammlungen nicht behandelt wurde, erhielt ich von einer Mitarbeiterin lediglich den Hinweis, dass die Schwerpunkte dort anders gesetzt worden seien. „Wir engagieren uns stark für den Kanton und die Menschen hier vor Ort. Das ist ein zentraler Teil unserer Identität“, betonte sie.

Zum Kursrückgang äußerte sie sich zurückhaltend: „Die Märkte reagieren auf viele Faktoren. Darauf haben wir als Bank nur bedingt Einfluss. Kurzfristige Kursentwicklungen spiegeln nicht immer die langfristige Stabilität wider.“

Auf die Strategie der Bank angesprochen, verwies sie auf das Kerngeschäft: „Unsere oberste Priorität ist es, die Kunden zufriedenzustellen – mit verlässlichen Dienstleistungen und einem starken Bezug zur Region.“

Konkret zum Glarner Batzen wollte sich die Mitarbeiterin jedoch nicht äußern. „Da bin ich nicht befugt, mich dazu zu äußern. Bitte wenden Sie sich an unsere Medienstelle“, erklärte sie. Auf meinen Hinweis, es könne doch anonym bleiben, blieb sie bei dieser Linie: „Nein, offizielle Stellungnahmen erfolgen ausschließlich über die Medienstelle.“

So bleibt die Idee des Glarner Batzen weiterhin unbeantwortet im Raum stehen – ein Projekt mit regionalem Potenzial, das bisher von offizieller Seite keine Resonanz findet.

Nun, ich werde mich mehr mit Lokalwährungen auseinandersetzen und die Diskussion führen. Ich komme zur Aktionärsversammlung 2026 in den Glarus und wünschen mir von den Glarnern Mut, die Geschäftspolitik der Glarner Kantonalbank zu hinterfragen.